16.07.2021

MUHsletter #61: Der Sommer, die Crowd und die MUH 41

Guten Tag. Griasgod. Servus beinand.

Liebe MUH-Leserinnen und Leser,
liebe MUH-Interessierte,
servus.

So lang haben wir uns schon nicht mehr bei Ihnen gemeldet, jetzt wird’s dafür etwas länglich … Bitte halten Sie durch! Es ist alles so wissenswert!

Zuallererst dies: Das Projektmanagement-Headquarter hat den heißen Wunsch geäußert, in diesem MUHsletter möge der Hinweis auf die laufende MUH-Crowdfunding-Kampagne und den diesbezüglich alles entscheidenden Link startnext.com/muhbilaeum „möglichst weit oben stehen“. Diesem Wunsche sei hiermit treulichst entsprochen! Mehr zu der Kampagne lesen Sie weiter unten im Text.

Jetzt aber. Als wir Ihnen zuletzt einen MUHsletter geschrieben haben, anlässlich des Erscheinens der Frühlingsausgabe MUH 40, da hatten wir in Deutschland gerade den kältesten April seit ca. 40 Jahren, mit Schnee und Minustemperaturen. Jetzt ist Mitte Juli, das Sommerheft MUH 41 läuft vom Stapel, und die Natur ist wieder außer Rand und Band. Was sich in diesen Tagen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz abspielt, lässt einen fassungslos in die Nachrichten glotzen. Wir wünschen den vielen Betroffenen – auch in den Regionen hier in Bayern, die in den letzten Wochen von Unwettern und Überflutungen heimgesucht wurden, alles Gute und viel Kraft. Das alles schreit natürlich „Klimawandel!“, und schon ist Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet im Katastrophengebiet und fordert eindringlich „mehr Tempo beim Klimaschutz“ – wobei bekannt ist, dass er selbst da eher als Bremser fungiert und sich das auch in den windig formulierten Klimazielen im CDU-Wahlprogramm niederschlägt. Während die eine Partei, die sich ein entschlossenes Handeln gegen den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben hat, sich gerade verheddert in so dämlich heraufbeschworenen wie letztlich nachrangigen Schmarrn-„Affären“ über geschönte Lebensläufe und abgeschriebene Buchpassagen. Aber gerade die sind immer noch das dominierende Thema den Bundestagswahlkampf. Ob sich daran durch die katastrophalen Ereignisse in Landshut, Mittelfranken, Oberfranken und nun unvergleichlich schlimmer in der Eifel jetzt etwas ändert und endlich auch über Sachthemen gesprochen und gestritten wird, darauf darf man sehr gespannt sein und man muss es noch mehr hoffen.

Wir greifen das Thema Klimawandel in unserer neuen Ausgabe auf, und zwar zur Abwechslung mal aus einem wenigstens im Ansatz positiven Blickwinkel: Unser Autor Heiner Müller-Ermann, seit Jahrzehnten politisch aktiv, u.a. als mit so manchen Wassern gewaschener SPD-Stadtrat in Dorfen, erklärt, was das so genannte „Klimaurteil“ des Bundesverfassungsgerichts von Ende April den Streiter/innen für mehr Klimaschutz auf kommunaler Ebene an Möglichkeiten in die Hand gibt. Die müssen nun aber auch genutzt werden.

So. Bevor wir nun noch ein bissl mehr zum Heft erzählen, muss hier kurz unterbrochen werden für die oben angekündigte Werbeeinblendung – die ist aber auch wirklich wichtig. Für uns jedenfalls! Am Mittwoch, dem 14. Juli, dem Tag der Erstauslieferung dieser MUH 41, haben wir auf der Plattform www.startnext.com eine Crowdfunding-Aktion zur fälligen finanziellen Konsolidierung der MUH gestartet.

Aufmerksame Leser/innen dieses MUHsletters haben es über die Jahre nicht nur zwischen den Zeilen lesen können: Schon seit ihren Anfängen vor 10 Jahren balanciert die MUH finanziell am Rand des Existenzminimums dahin. Es ist letztlich immer irgendwie umgegangen, wir haben uns schwer zusammengerissen mit den Heftbudgets, Autor/innen, Fotografen und Fotografinnen et al werden bei der MUH nicht reich. Die Coronakrise mit den Ausfällen beim Heftverkauf und im Anzeigengeschäft hat nun aber ein Minus in die MUH-Bilanz gerissen, das doch sehr existenzbedrohlich gähnt. Und das auch noch in unserem 10. Jubiläumsjahr!

Das zipft uns ausgesprochen an. Und darum haben wir uns dazu entschlossen, im Vertrauen auf die von vielen Leser/innen über die Jahre immer wieder bekundete Solidarität mit der MUH eine Crowdfunding-Kampagne zugunsten unserer lädierten Kasse zu starten, Ziel: Die MUH mit der Hilfe möglichst vieler nach Kräften freigiebiger Unterstützerinnen und Unterstützer wieder auf eine finanzielle Ebene zu bringen, auf der wir dieses Magazin engagiert und kreativ weiterführen können, ohne ständig den Sensenmann im Gnack sitzen zu haben. Motto: „Bayern braucht die MUH. Und iatz kimmst Du!“

Ja ja: Dass Bayern die MUH „braucht“, das behaupten wir da einfach mal so ganz frech. Bitte gern diskutieren – aber vor allem mal auf unsere Startnext-Seite gehen: startnext.com/muhbilaeum
Da gibt’s unseren mit Stars nur so gespickten und schlechterdings unwiderstehlichen Werbfilm für die Kampagne zu sehen. Und eine Übersicht der fast durch die Bank HOCHexklusiven „Dankeschöns“, die man für einen Unterstützungsbeitrag ordern kann. Schauen Sie doch mal rein.

Einiges ist wieder los in der MUH 41, unserem zehnten Sommerheft. Wir gratulieren Erni Singerl, die im August 100 Jahre alt geworden wäre – bzw. gratulieren wir uns allen, dass es sie gegeben hat – mit einem großen und ausführlich bebilderten Portrait. Wir dokumentieren das jahrzehntelange Ringen um bzw. gegen einen sechspurigen Ausbau der Autobahn A8 durch den Chiemgau mit seinen potentiell gravierenden Folgen für die empfindliche Landschaft und die Menschen in ihr. Wir haben ein fast-schon-Special über Sensen und das Sensenmähen, Sensenkunde und weiterführende Informationen inklusive. Es gibt eine Fotostrecke mit betörend schönen Wasserbildern von Luftfotograf Klaus Leidorf. Wir sprechen mit Konstantin Wecker über seine neue Platte, Politik und Poesie. Der Fotograf Olaf Unverzart dokumentiert in Schwarzweißbildern das Wirtshaussterben in seiner alten Heimat der Oberpfalz, Autor Karl Bruckmaier schreibt über die Wirtshäuser seiner niederbayerischen Jugend. Wir machen einen Besuch im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren und schauen beim Umzug einer Sägemühle zu. Wir begeben uns auf die Suche nach den fast ausgestorbenen scharfen Radi. Und ganz was Fesches gönnen wir uns im MUH-Jubiläumsjahr: Wir drucken noch einmal – als MUH-Klassiker in der „extended version“ mit mehr Platz und mehr famosen Fotos – unsere Flusssurfer-Geschichte aus der allerersten Sommerausgabe MUH 2 von 2011: Das Portrait von Riversurf-Pionier Arthur Pauli und seinen „brettlnarrischen“ Spezln auf der Alz im Chiemgau und später an der Floßlände in München.

Noch einiges mehr gibt’s in der MUH 41 – einen Überblick über die Themen und Geschichten im Heft finden Sie wie immer am Ende dieser Mail. Und am ausführlichsten natürlich im Heft selber, gell.

Das ist unsere neue Sommer-MUH! Bitte greifen Sie zu.

Schöne Grüße, schöne Zeit und alles Gute!

Josef Winkler
MUH-Redakteur
& die MUHlerei

P.S.: Bitte empfehlen Sie uns weiter, unsere Aboangebote und Bestellmöglichkeiten gibt’s unter www.muh.bayern/abo-und-einkaufen. Und schauen Sie doch WIRKLCH mal auf startnext.com/muhbilaeum vorbei …

MUH 41

Mit u.a. diesen Themen:

Ein Hoch auf Erni Singerl!
Diesen Sommer wäre Erni Singerl 100 Jahre alt geworden. Wir erinnern mit einem großen Porträt an die grandiose Volksschauspielerin und Komödiantin.

Angst vor dem „A8-Monster“
Naturschützer und Bürger/innen laufen Sturm gegen den geplanten sechsspurigen Vollausbau der Autobahn A8 durch den Chiemgau.

Eine Chance für die Sense
Ein Plädoyer für das Sensenmähen, das nicht nur fit hält und Spaß macht, sondern auch die Biodiversität fördert.

Beim Wirt: Ein Nekrolog
Der Fotograf Olaf Unverzart dokumentiert das Wirtshaussterben in der Oberpfalz, der Autor Karl Bruckmaier erinnert sich an die Wirtshäuser seiner niederbayerischen Jugend.

Neue Spielregeln beim Klimaschutz
Was das „Klimaurteil“ des Bundesverfassungsgerichts für den Kampf um besseren Klimaschutz auf kommunaler Ebene bedeutet.

Konstantin Wecker
Der Liedermacher über sein neues Album „Utopia“, Politik, Poesie und warum er aber scho wirkli ned bei den „Querdenkern“ spielt.

Wasser!
Der Luftfotograf Klaus Leidorf hat erfrischende Fotos von bayerischen Gewässern aus seinem Archiv getaucht.

Surfin‘ dahoam
In immer mehr Flüssen und Kanälen in Bayern entstehen nach dem Vorbild des Münchner Eisbachs stehende Wellen für Fluss-Surfer.

Beach Boys & Fluss Dirndln
Im MUHbiläumsjahr die Neuauflage eines MUH-Klassikers von 2011: Die Geschichte von Riversurfing-Pionier Arthur Pauli, jetzt in der „extended version“!

Außerdem im Heft:

Bavariations schlagen die Achse Pfaffenwinkel - Yorkshire.
Die Initiative Ackerwert hilft beim sinnvollen Verpachten.
Der Austrofred orientiert sich nach Süden.
Roland Hefter gibt Selbstauskunft.
Gabi Lodermeier geht ins „Café Meineid“.
Ein Besuch im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren.
Der FC Bayern Hof in Israel 1969.
Die Suche nach dem scharfen Radi.
Michael Verhoevens „o.k.“ endlich auf DVD.
Und Post aus Grafing.

 

Weitere Links:



Silbermedaille