20.01.2017

MUHsletter #36: Die MUH 23 gibt’s immer noch!

Guten Tag. Servus beinand.

Hier meldet sich die MUH. Kaum schaut man kurz nicht, ist 2017 schon in vollem Gang, wenn auch durch den gerade regierenden wunderbaren Winter in mancher Hinsicht noch angenehm gedämpft. Wir hoffen, es sind alle gut herübergerutscht und wünschen noch – recht nachträglich, aber es guit einfach no ­­­– ein gutes, gesundes neues Jahr.

Wir möchten mit diesem MUHsletter nur kurz darauf hinweisen – sollte das vor lauter Weihnachts-, Jahreswechsel- und Wintertrubel in Vergessenheit geraten sein –, dass weiterhin unsere aktuelle Winterausgabe, die MUH 23 in den Zeitschriftenläden steht, frisch gekämmt und zur Abholung bereit. (Nie war sie so wertvoll wie jetzt, wo’s endlich schneibt!)

Zum Beispiel gibt’s in der MUH 23 eine große Geschichte über Ludwig Thoma, dessen Geburtstag sich diesen Samstag, dem 21. Januar, zum 150. Mal jährt. Der große bayerische Dichter, Dramatiker, Erzähler und Satiriker hat in seinen letzten Lebensjahren sein Ansehen durch antisemitische Hetzschriften schwer beschädigt, sein Werk aber hat Bestand. Wir haben ein 10-seitiges Thoma-Special mit einem umfassenden kritischen Portrait des „schwierigen Bayern“ von Michael Skasa und Gasttexten des Schauspielers und Thoma-Interpreten Lerchenberg und von „Bairischprofessor“ Ludwig Zehetner, der sich Thomas Filserbriefe genauer anschaut.

Noch eine „aktuelle Anbindung“ in der MUH 23: Nächste Woche steht in München der Aktionskünstler Wolfram Kastner vor Gericht –  unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro wegen seiner „ästhetischen Interventionen“ am Gedenkkreuz für den NS-Kriegsverbrecher Alfred Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee. Seit Jahren agitiert Kastner gegen den Gedenkstein – bislang ohne Erfolg. Die Hintergründe der Geschichte gibt’s ausführlich in Josef Wirnshofers Reportage mit dem (bitte in dicken Anführungszeichen zu lesenden) Titel „’Die Ehre eines tapferen Soldaten’“.

Auch weiterhin drin in der MUH 23: Das große Interview mit Martina Schwarzmann. Die Geschichte der ersten bairischen Mundart-Rockband Sparifankal. Und Georg Bayerles beredtes Plädoyer für den Bayerischen Alpenplan, der jetzt am Riedberger Horn erstmals in seiner 44-jährigen Geschichte außer Kraft gesetzt werden soll – ein höchst bedenklicher Präzedenzfall, gegen den sich ganz aktuell neuer Widerstand regt.

Einen Überblick über noch mehr Themen in der MUH 23 finden sie am Ende dieses MUHsletters. Und ein bisschen digital hineinblättern in die Ausgabe können Sie auf unserer Website unter www.muh.by/ausgaben.

Kurz und gut: die MUH 23 ist weiterhin erhältlich ­– in den Regalen im Zeitschriftenladen, im Supermarkt, beim Kramer, in der Bahnhofsbuchhandlung, gar an der ein oder anderen Tankstelle ­– und natürlich immer und überall unter dem Mauspfeil in der Bestell-Sektion auf unserer Website: www.muh.by/abo-und-einkaufen/ausgaben-bestellen (genau da übrigens, wo man ganz in der Nähe auch Abos abschließen kann).

Schöne Wintertage!
wünscht

die MUHlerei

P.S.: Wie immer gilt: Wer die MUH unterstützen mag, empfehle uns weiter. Vielleicht mal einen Freund auf www.muh.by oder www.facebook.com/MUHmagazin hinweisen. Oder einfach mündlich weitersagen, das geht auch gut. Auf www.muh.by steht, wie man alte Hefte nachbestellen, Abos abschließen und Geschenkabos buchen kann. (sagten wir das schon?)

MUH 23

Mit u.a. diesen Themen:

„Das ist der angeborene Schalk im Nacken!“
Das große MUH Interview mit der Kabarettistin und Liedermacherin Martina Schwarzmann.

Da Sparifankal kummt!
Die Geschichte der Band, die als erste Rockmusik und bairische Mundarttexte zusammenbrachte: Sparifankal.

Gedenkstein für einen Kriegsverbrecher
Auf dem Friedhof der Fraueninsel im Chiemsee steht ein Gedenkstein für einen als Kriegsverbrecher hingerichteten NS-Oberst. Was ist da los?

Ludwig Thoma und die große Welt
Die Enthüllungen über seine antisemitischen Exzesse überschatten seit Langem das Werk von Bayerns größtem Dichter. Zu Ludwig Thomas 150. Geburtstag im Januar das Portrait eines schwierigen Bayern – von Michael Skasa.

Erdrutschgefahr. Die Zukunft des Alpenplans
Der Bayerische Alpenplan mit seiner Schutzzone C ist einzigartig und wegweisend. Jetzt wird er infrage gestellt.

„In Bayern sagt man oft ‚gemütlich’. Zu oft.“
Der Wiener Autor und Regisseur David Schalko hat für den BR die Sendung „Ringlstetter“ entwickelt. Ein Gespräch übers Fernsehen mit einem Fernsehmacher, der kaum fernsieht.

Es wird gejodelt
Der Musikologe Christoph Wagner, Kurator des „LAUT yodeln“-Festivals, mit einer kurzen Geschichte des textlosen Singens mit sich überschlagender Stimme.

Wenn die Hiefln Trauer tragen
Der Maler und Landschaftskünstler Waldemar Kufner hat Fotos von seiner Baumstangenkunst aus den 80er Jahren aus dem Archiv geholt.

Frau Percht und ihr Gefolge
Eine kleine Genealogie der Winter- und Weihnachtsgeister – und schaurige Fotos von Nachtgestalten.

Ein Winter wie gemalt
Der Tiroler Heinz Vielkind malt seit über 50 Jahren Panoramabilder, in denen der Winter so schön ist, wie ihn sich Tourismusvermarkter wünschen.

Außerdem im Heft:

Pam Pam Ida mandeln sich auf.
Das Zugspitzplatt wird aper.
Der FutureSepp geht aufn Christkindlmarkt.
Michael Well erzählt von daheim in Ascholding.
Helmut Schleicht gibt Selbstauskunft.
Neues von den bayerischen Skipionieren.
Die „Mutter aller Faschingszüge“.
Schnubiglbairisches von Felix Hoerburger.
… und Obatzder, mitten im Winter!

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