05.12.2016

MUHsletter #35: Die MUH 23 hakelt sich beim Winter unter.

Guten Tag. Servus beinand.

Jetzt haben wir gemeint, gut, dass wir noch übers Wochenende gewartet haben mit dem MUHsletter zur Winterausgabe MUH 23, jetzt können wir diesen unter den positiven Schwingungen des Wahlausgangs in Österreich schön flockig hinausflirren lassen – doch jetzt erreicht uns am Montagfrüh eine sehr traurige Nachricht: Bereits vorletzte Woche ist der in Übersee am Chiemsee lebende Maler und Landschaftskünstler Waldemar Kufner verstorben. Die MUH-Redaktion war seit einigen Monaten mit Kufner (*1940) in Kontakt gewesen wegen eines Abdrucks von Fotos seiner „Baumstangenkunst“-Installationen aus den 80er und 90er Jahren. Es war eine große Freude und Ehre für uns, dass der Künstler uns Bilder aus seinem Archiv zur Verfügung stellte, und umso schöner war, dass er sich, wie er bei einigen sehr netten Telefonaten zum Ausdruck brachte, sich auch selbst recht freute über und auf die bevorstehende Veröffentlichung in der MUH. Die hat er nun nicht mehr erlebt. In der MUH 23 sind Waldemar Kufners Landart-Installationen aus einst zum Heutrocknen genutzten Baumstangen zu sehen, die Überschrift, die wir uns vor wenigen Wochen für die Bildstrecke ausgedacht haben, hat eine neue, traurige Bedeutung gewonnen: „Wenn die Hiefln Trauer tragen.“

Ja, genau, bevor wir vergessen, es offiziell hinzuschreiben: Seit Freitag, 2. Dezember 2016 ist unsere neue Winterausgabe, die MUH 23 erhältlich – in den Regalen im Zeitschriftenladen, im Supermarkt, beim Kramer, in der Bahnhofsbuchhandlung, gar an der ein oder anderen Tankstelle – und natürlich immer und überall unter dem Mauspfeil in der Bestell-Sektion auf unserer Website: www.muh.by/abo-und-einkaufen/ausgaben-bestellen (genau da übrigens, wo man ganz in der Nähe auch Abos abschließen kann).

Viel steht wieder drin in der MUH 23. Zum Beispiel haben wir näher hingeschaut, was da eigentlich los ist mit dem Gedenkkreuz für den NS-Kriegsverbrecher Alfred Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee. Wir erzählen die Geschichte der – man muss es hier mal schreiben – legendären ersten bairischen Mundart-Rockband Sparifankal. Wir haben die Kabarettistin und Liedermacherin Martina Schwarzmann daheim besucht und aufs Ausführlichste geratscht. Und anlässlich von dessen bevorstehenden 150. Geburtstags im Januar erzählt Michael Skasa das Leben des „schwierigen Bayern“ Ludwig Thoma – dazu gibt’s einen Gastbeitrag von Michael Lerchenberg und eine kleine Sprachanalyse der Filser-Briefe durch „Bairischprofessor“ Ludwig Zehetner.

Wir haben ein Interview mit dem Wiener Fernsehmacher David Schalko, dem Entwickler und Produzenten der (bereits umstrittenen) neuen BR-Talkshow „Ringlstetter“, wir haben uns auf die Spuren (im Schnee) der ersten bayerischen Skifahrer begeben, wir zeigen die Arbeit des für perfekte Schneeverhältnisse zuständigen Bergpanorama-Malers Heinz Vielkind. Und Georg Bayerle, Berg- und Umweltspezialist beim BR, beschäftigt sich mit der weniger berauschenden Gegenwart des Wintertourismus und fragt nach der Zukunft des Bayerischen Alpenplans, der jetzt am Riedberger Horn erstmals in 44 Jahren außer Kraft gesetzt werden soll – ein höchst bedenklicher Präzedenzfall.

Einen Überblick über noch mehr Themen in der MUH 23 finden sie am Ende dieses MUHsletters. Und ein bisschen digital hineinblättern in die Ausgabe können Sie auf unserer Website unter www.muh.by/ausgaben.

Und bei dieser Gelegenheit sei noch ganz zwanglos auf die Tatsache hingewiesen, dass MUH-Geschenkabos (www.muh.by/abo-und-einkaufen/abo-verschenken ) und Überraschungspäckchen aus zurückliegenden MUH-Ausgaben (die man sämtlichst auf unserer Website nachbestellen kann www.muh.by/abo-und-einkaufen/ausgaben-bestellen) einigermaßen perfekte Weihnachtspräsente darstellen.

Einen schöne, möglichst spannungsfreie Adventszeit wünscht

die MUHlerei

P.S.: Wie immer gilt: Wer die MUH unterstützen mag, empfehle uns weiter. Vielleicht mal einen Freund auf www.muh.by oder www.facebook.com/MUHmagazin hinweisen. Oder einfach mündlich weitersagen, das geht auch gut. Auf www.muh.by steht, wie man alte Hefte nachbestellen, Abos abschließen und Geschenkabos buchen kann. (sagten wir das schon?)

MUH 23

Mit u.a. diesen Themen:

„Das ist der angeborene Schalk im Nacken!“
Das große MUH Interview mit der Kabarettistin und Liedermacherin Martina Schwarzmann.

Da Sparifankal kummt!
Die Geschichte der Band, die als erste Rockmusik und bairische Mundarttexte zusammenbrachte: Sparifankal.

Gedenkstein für einen Kriegsverbrecher
Auf dem Friedhof der Fraueninsel im Chiemsee steht ein Gedenkstein für einen als Kriegsverbrecher hingerichteten NS-Oberst. Was ist da los?

Ludwig Thoma und die große Welt
Die Enthüllungen über seine antisemitischen Exzesse überschatten seit Langem das Werk von Bayerns größtem Dichter. Zu Ludwig Thomas 150. Geburtstag im Januar das Portrait eines schwierigen Bayern – von Michael Skasa.

Erdrutschgefahr. Die Zukunft des Alpenplans
Der Bayerische Alpenplan mit seiner Schutzzone C ist einzigartig und wegweisend. Jetzt wird er infrage gestellt.

„In Bayern sagt man oft ‚gemütlich’. Zu oft.“
Der Wiener Autor und Regisseur David Schalko hat für den BR die Sendung „Ringlstetter“ entwickelt. Ein Gespräch übers Fernsehen mit einem Fernsehmacher, der kaum fernsieht.

Es wird gejodelt
Der Musikologe Christoph Wagner, Kurator des „LAUT yodeln“-Festivals, mit einer kurzen Geschichte des textlosen Singens mit sich überschlagender Stimme.

Wenn die Hiefln Trauer tragen
Der Maler und Landschaftskünstler Waldemar Kufner hat Fotos von seiner Baumstangenkunst aus den 80er Jahren aus dem Archiv geholt.

Frau Percht und ihr Gefolge
Eine kleine Genealogie der Winter- und Weihnachtsgeister – und schaurige Fotos von Nachtgestalten.

Ein Winter wie gemalt
Der Tiroler Heinz Vielkind malt seit über 50 Jahren Panoramabilder, in denen der Winter so schön ist, wie ihn sich Tourismusvermarkter wünschen.

Außerdem im Heft:

Pam Pam Ida mandeln sich auf.
Das Zugspitzplatt wird aper.
Der FutureSepp geht aufn Christkindlmarkt.
Michael Well erzählt von daheim in Ascholding.
Helmut Schleicht gibt Selbstauskunft.
Neues von den bayerischen Skipionieren.
Die „Mutter aller Faschingszüge“.
Schnubiglbairisches von Felix Hoerburger.
… und Obatzder, mitten im Winter!

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